Kompostierung bei NaKu
Vom Rohstoff zurück in den Kreislauf
Alle NaKu Produkte enthalten einen Anteil an pflanzlichen Rohstoffen. Aus diesen Rohstoffen werden Biopolymere und Compounds hergestellt, die zu Verpackungen und weiteren Produkten verarbeitet werden. Am Ende ihres Lebenszyklus stehen je nach Produkt unterschiedliche Verwertungswege zur Verfügung, darunter Recycling, biologische Verwertung oder industrielle Kompostierung.


Der NaKu Kreislauf
Der Kreislauf beginnt bei nachwachsenden Rohstoffen und endet nicht zwingend mit der Entsorgung.
Mais → Maisstärke → Rohcompound → NaKu Compound → NaKu Produkt → Verwertung
Je nach Material und Produkttyp kann die Verwertung über unterschiedliche Wege erfolgen. Welche Verwertungsoption geeignet ist, hängt von den Produkteigenschaften, den jeweiligen Zertifizierungen sowie den verfügbaren Sammel- und Verwertungssystemen ab.
Was bedeutet biologischer Abbau?
Biologisch abbaubare Materialien können unter geeigneten Bedingungen durch Mikroorganismen wie Bakterien und Pilze umgewandelt werden. Dabei entstehen Wasser, Kohlendioxid und Biomasse. Wie schnell dieser Prozess abläuft, hängt von verschiedenen Faktoren ab:

1. Mikroorganismen (Bakterien und Pilze)

2. Temperatur

3. Dauer (je nach Wanddicke)
Nicht jedes NaKu Produkt wird gleich verwertet
Die Eigenschaften von Biokunststoffen unterscheiden sich je nach Material und Anwendungsbereich.
Deshalb verfügen nicht alle NaKu Produkte über identische Verwertungs- oder Kompostierungseigenschaften. Je nach Produkt und den Möglichkeiten des jeweiligen Sammel- und Verwertungssystems können unterschiedliche Verwertungswege infrage kommen:
- Recycling
- industrielle Kompostierung
- biologische Verwertung
- energetische Verwertung
Für die Beurteilung eines konkreten Produkts sind stets die produktspezifischen Informationen, Zertifizierungen und Anwendungshinweise maßgeblich.
Industrielle Kompostierung
In industriellen Kompostieranlagen herrschen kontrollierte Bedingungen hinsichtlich Temperatur, Feuchtigkeit und Belüftung. Diese Bedingungen unterstützen den biologischen Abbau organischer Materialien.
Am Beispiel eines NaKu Frischhaltesackerls zeigt sich, dass unter optimalen industriellen Kompostierungsbedingungen ein biologischer Abbau innerhalb weniger Wochen möglich sein kann. Die tatsächlichen Abbauzeiten hängen jedoch vom jeweiligen Produkt und den konkreten Anlagenbedingungen ab.
Kompostierung außerhalb industrieller Anlagen
Außerhalb industrieller Kompostieranlagen verlaufen biologische Abbauprozesse üblicherweise langsamer.
Sowohl in industriellen Kompostieranlagen als auch in gut gepflegten Heimkomposten können biologisch abbaubare Materialien abgebaut werden. Der Unterschied liegt vor allem in den Bedingungen. Industrielle Kompostieranlagen arbeiten unter kontrollierten Bedingungen mit Temperaturen von etwa 58 °C, wodurch biologische Abbauprozesse beschleunigt werden. Die entsprechenden Prüfungen erfolgen üblicherweise über einen Zeitraum von mindestens 45 Tagen.
Die Heimkompostierung erfolgt unter natürlichen Bedingungen bei deutlich niedrigeren Temperaturen. Für heimkompostierbare Produkte werden Prüfungen bei Temperaturen von etwa 15 °C bis 30 °C durchgeführt. Ein Heimkompostierungszyklus dauert üblicherweise mindestens 12 Monate.
Die industrielle Kompostierbarkeit eines Produkts bedeutet nicht automatisch, dass das Produkt auch für die Heimkompostierung zertifiziert ist. Für die Heimkompostierung gelten eigene Prüfanforderungen und Normen.
Wie wird Kompostierbarkeit geprüft?
Die Bewertung der Kompostierbarkeit erfolgt anhand standardisierter Prüfverfahren. Dabei werden unter anderem folgende Kriterien untersucht:
- biologischer Abbau des Materials
- physische Desintegration während der Kompostierung
- Auswirkungen auf die Qualität des Komposts
- Auswirkungen auf Pflanzen, Mikroorganismen und Bodenorganismen
- mögliche Rückstände im Kompost
Diese Untersuchungen erfolgen auf Grundlage anerkannter Prüfverfahren und Normen.
Praxisbeispiel: Kompostierungsversuch mit einer NaKu PLA-Flasche
Die biologische Abbaubarkeit einzelner Materialien wird regelmäßig untersucht. Ein Beispiel dafür ist ein dokumentierter Kompostierungsversuch mit einer NaKu PLA-Flasche. Die Fotodokumentation zeigt den Abbaufortschritt des Materials unter kontrollierten Versuchsbedingungen über einen Zeitraum von 35 Tagen.

Die Untersuchung wurde von Ass.Prof. DI Dr. Ines Fritz am Institut für Umweltbiotechnologie, Interuniversitäres Forschungsinstitut für Agrarbiotechnologie Tulln (IFA-Tulln) durchgeführt. Die biologische Abbaubarkeit wurde nach den Prüfverfahren EN 14046 (Labor-Kompostierungstest) sowie OECD 301 B (modifizierter Sturmtest) untersucht. Für den Kompostierungstest wurden die Proben mit frischem Biokompost vermischt und unter kontrollierten Bedingungen bei 58 °C über einen Zeitraum von 64 Tagen inkubiert. Die Bewertung erfolgte über die Messung der beim mikrobiellen Abbau entstehenden Kohlendioxidmenge.
Im Prüfbericht wurde festgestellt, dass das Material die Anforderungen der EN 13432 erfüllt und als vollständig biologisch abbaubar unter thermophilen Kompostierungsbedingungen eingestuft werden kann. Die geforderten Umsatzraten wurden im Kompostierungsversuch erreicht.
Hinweis: Die dargestellten Ergebnisse beziehen sich ausschließlich auf die Bedingungen des jeweiligen Versuchs. Die tatsächliche Dauer eines biologischen Abbaus kann abhängig von Produktgeometrie, Materialstärke, Temperatur, Feuchtigkeit, Sauerstoffversorgung und den jeweiligen Umgebungsbedingungen erheblich abweichen. Die Bilddokumentation dient daher ausschließlich der Veranschaulichung des Abbauverhaltens unter definierten Labor- bzw. Kompostierungsbedingungen.

Ihr persönlicher Kontakt
Sie haben noch weitere Fragen zu unseren NaKu Bio-Sackerl oder zur individuellen Bedruckung der NaKu Bio-Sackerl mit Ihrem Firmenlogo?
Lizzy Weinert freut sich auf jeden Fall über Ihre Kontaktaufnahme:
Mail: office@naku.at
Tel.: +43 (0)660 551 7789
(werktags Mo – Do von 09:00 – 16:00 und Fr von 09:00 -14:00)



