Plastikmüll gelangt von Land und von Schiffen aus ins Meer. Vom Land aus wird Plastik oft einfach weggeworfen oder gelangt über Flüsse wie die Donau ins Meer. Jährlich landen auf diese Weise über 12 Millionen Tonnen Plastik in den Weltmeeren. Von Schiffen werden jährlich über 1 Million Tonnen Fischernetze und 0,6 Millionen Tonnen Plastik über Bord geworfen.
Der Großteil des Plastiks im Meer, geschätzte 94%, sinkt auf den Meeresboden. Nur 1% schwimmt an der Oberfläche und 5% wird an Strände gespült. Aufgrund von Meeresströmungen sammeln sich riesige Mengen an Plastikmüll zu sogenannten „Plastikinseln“. Die größte davon ist der „Great Pacific Garbage Patch“, der 19-mal so groß ist wie Österreich.
Die Folgen für Meerestiere sind verheerend. Eine Million Vögel und 100.000 Meeressäuger sterben jährlich an den Folgen der Plastikverschmutzung. Viele Tiere verwechseln Plastik mit Nahrung und verhungern mit vollem Magen. Fischernetze sind besonders gefährlich, da sich Meerestiere darin verheddern und elendig verenden. Eine Prognose der Ellen MacArthur Foundation besagt, dass es bis 2050 mehr Plastik als Fische im Meer geben wird.
Als Gegenmaßnahme wird empfohlen, Mehrwegverpackungen zu nutzen, auf korrekte Mülltrennung zu achten und die 3 „V“s zu befolgen: Vermeiden, Verringern, Verbessern. Wenn Einwegprodukte unvermeidbar sind, können umweltfreundlichere Alternativen aus nachwachsenden und biologisch abbaubaren Rohstoffen eine Lösung sein.
