Gefälschte Biosackerl sind „herkömmliche“ Plastiksackerl, die fälschlicherweise als biologisch abbaubar deklariert werden, obwohl sie aus herkömmlichem Erdölkunststoff wie Polyethylen bestehen.
Diese Täuschung schadet der Umwelt, untergräbt das Vertrauen in nachhaltige Produkte und führt Konsument:innen sowie Händler:innen in die Irre.
NaKu berichtet seit 2021 über vermehrt auftretende gefälschte Biosackerl am österreichischen Markt.
Echte Biosackerl sind teurer in der Herstellung. Um Kosten zu sparen, greifen manche Hersteller zu billigem Polyethylen und täuschen biologische Abbaubarkeit vor.
Neben Umweltbelastung entsteht ein Vertrauensverlust in die Biokunststoffbranche und eine Wettbewerbsverzerrung gegenüber ehrlichen Herstellern.
Sowohl Konsument:innen als auch Händler:innen und Entsorgungsbetriebe, die auf die falsche Deklaration hereinfallen.
NaKu empfiehlt drei einfache Selbsttests: Rascheln & Haptik, Schwimmtest und Brennprobe.
Echte Biosackerl rascheln dumpfer und leiser. Gefälschte Sackerl aus Polyethylen klingen blechern und laut.
Biokunststoff ist samtig und weich. Polyethylen hingegen wirkt steif und leicht schmierig.
Biokunststoff hat eine höhere Dichte als Wasser und sinkt. Polyethylen schwimmt oben – besonders deutlich bei Salzwasser mit Seife.
Beim Verbrennen riecht Biokunststoff süßlich und brennt ruhig. Polyethylen riecht stechend und brennt mit rußender Flamme.
